lenkundruhezeiten.org

Das Arbeitszeitgesetz

Gerade Berufskraftfahrer haben in Deutschland einige Vorschrifen des Arbeitszeitgesetz einzuhalten. Im folgenden wollen wir nun darauf eingehen, was Berufskraftfahrer und deren Arbeitgeber nach dem Arbeitszeitgesetz zu beachten haben.

Das Arbeitszeitgesetz im Allgemeinen

Das Arbeitszeitgesetz regelt den Arbeitsschutz hinsichtlich der täglich zulässigen Arbeitszeit. Es enthält Vorschriften zu Mindestruhepausen während der Arbeitszeit zwischen der Beendigung und der Wiederaufnahme der täglichen Arbeit. Zu dem ist die Ruhezeit an Feier- und Sonntagen geregelt.

Außerdem gibt es Vorschriften zur Arbeit in der Nacht, die in dem Arbeitszeitgesetz festgelegt sind. Sowohl Arbeitnehmer, als auch Arbeitgeber haben sich an das Gesetz zu halten. Das Arbeitszeitgesetz soll Arbeitnehmer vor gesundheitlichen Risiken schützen.

Das Arbeitszeitgesetz im Hinblick auf Berufskraftfahrer

Auch Berufskraftfahrer müssen sich ganz genau an das Arbeitszeitgesetz halten, ansonsten können empfindliche Strafen, die im Einzelnen im Bußgeldkatalog geregelt sind, drohen.

Zur Arbeitszeit bei Berufskraftfahren, zählen nicht nur die reinen Fahrtzeiten, sondern auch die Be- und Entladezeiten, Reinigungs- und Wartungsarbeiten am Fahrzeug, die Zeit für gesetzliche und behördliche Formalitäten, das Überwachen von Be- und Entladungen des Fahrtzeugs und die Wartezeiten.

Das Arbeitszeitgesetz regelt den Arbeitsschutz hinsichtlich der täglich zulässigen Arbeitszeit

Das Arbeitszeitgesetz regelt den Arbeitsschutz hinsichtlich der täglich zulässigen Arbeitszeit

Wenn ein zweiter Fahrer als Beifahrer neben dem eigentlichen Fahrer sitzt, gilt dies nicht als Arbeitszeit. Gemäß des §21a des Arbeitszeitgesetz (ArbZG) darf die wöchentliche Arbeitszeit eines Arbeitnehmer nicht länger als 48 Stunden sein. Dabei liegt der Wochenbeginn laut Gesetz bei Montag um 0 Uhr. Allerdings kann die Arbeitszeit auf insgesamt 60 Stunden in der Woche erhöht werden, wenn die durchschnittliche Arbeitszeit in den letzten vier Kalendermonaten oder 16 Wochen bei 48 Stunden lag.

Die festgeschriebene Ruhezeit liegt bei 45 Stunden pro Woche. Wenn die Arbeitzeit erhöht wird und somit die Ruhezeit auf 21 Stunden wöchentlich sinkt, gilt es 21 Stunden Ruhezeit innerhalb von drei Wochen ab der Verkürzung nachzuholen. Also ist dann eine Ruhezeit von insgesamt 66 Stunden einzuhalten.

Die zulässige reine Lenkzeit eines Fahres darf bei höchstens 56 Stunden liegen. Pro Tag darf die maximale Lenkzeit bei neun Stunden liegen, allerdings darf diese an zwei Tagen in der Woche auf 10 Stunden erhöht werden. Eine Lenkpause von 45 Minuten ist nach einer Lenkzeit von insgesamt 4,5 Stunden einzulegen, diese Pause kann auch in 30 und 15 Minuten geteilt werden.

Bei Kontrollen durch die Polizei werden die Lenk- und Ruhezeiten von LKW und anderen Berufskraftfahrern oft genau geprüft. Dies geschieht mit der sogenannten Fahrerkarte, diese ist mit einem Chip versehen, der die Fahr- und Arbeitszeitdaten eines Fahrers im gewerblichen Bereich dokumentiert.

Diese Karte wird mit dem digitalen Fahrtenschreiber, der in allen gewerblichen Fahrzeugen vorhanden sein muss, verbunden und kann dann so das Fahrverhalten des Fahrers aufzeichnen.

Der Fahrer ist verpflichtet, die Karte immer ordnungsgemäß mitzuführen und muss bei Kontrollen, die Aufzeichnungen der letzten 28 Tage nachweisen können.