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Einen LkW fahren

Als Fahrer eines LkW tätig zu sein, das ist für viele junge Männer und auch Frauen ein erstrebenswertes Ziel. Dahinter verbirgt sich häufig die Illusion von Freiheit und Abenteuer. Sie denken, dass sie unabhängig sind und niemandem Rechenschaft über ihr Tun und Handeln ablegen müssen. Die Realität sieht allerdings ganz anders aus. Wer als LkW – Fahrer sein Einkommen verdienen will, der hat mit vielen Einschränkungen zu rechnen.

Die Konkurrenz ist groß

Seit dem Öffnen unserer Grenzen zu den europäischen Nachbarn, ist der Wettbewerb unter LkW – Fahrern drastisch gestiegen. Dumpingpreise der osteuropäischen Konkurrenz spielen dabei eine große Rolle. Etliche Fahrer, deren Heimat diese Länder sind, können häufig mit einem sehr geringen Lohn ihre Familien ernähren. Für sie spielen Lenk- und Ruhezeiten kaum eine Rolle.

Sie müssen sich nicht vor Kontrollen der deutschen Behörden fürchten und sind nicht selten Ursache von schweren Unfällen, die unter anderem auf die Müdigkeit der Fahrer zurückzuführen sind.

Der LkW als zweites Zuhause

Das LkW-fahren bringt einige Unannehmlichkeiten mit sich

Das LkW-fahren bringt einige Unannehmlichkeiten mit sich

Jeder Arbeitnehmer, der bei einer Spedition sein Brot verdienen möchte, der muss sich auf Einschränkungen einstellen. Der LkW dient ihm nicht ausschließlich als Heimat. Einige weitere Unannehmlichkeiten und negativen Seiten sind diese:

  • Kein Arbeitgeber wird garantieren, dass die Fahrten mit dem LkW lediglich wochentags erfolgen
  • Die Ehefrau oder Freundin ist sehr oft alleine
  • Nur felsenfestes Vertrauen zur Partnerin lässt den LkW – Fahrer ruhig schlafen
  • Ständig unterwegs und das zu Bedingungen wie beim Camping, das sind wichtige Merkmale eines LkW – Fahrers

Zu Dumpinglöhnen unterwegs

Weit verbreitet ist die Annahme, dass LkW – Fahrer viel Geld verdienen und aus diesem Grunde ihren Job gerne ausführen. Das ist ein Vorurteil und stimmt so in keiner Weise.

Selbst wenn sich der Gesetzgeber dafür einsetzt, dass Lenk- und Ruhezeiten strikt eingehalten werden, der Arbeitgeber findet immer wieder Schlupflöcher, diese Gesetze umgehen können.

Weder das Arbeitszeitgesetz, noch die Fahrerkarte, werden hier den Angestellten ausreichend schützen können. Der Bußgeldkatalog soll zwar als Abschreckung für Unternehmen in der Transportbranche dienen, die zu zahlende Strafe fällt allerdings verhältnismäßig gering aus.