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Vernetzung ist keine Zukunftsvision mehr!

Vernetzung von Autos: Wann fahren Autos autark?

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Vernetzung von Autos: Wann fahren Autos autark?

Die Vernetzung von Autos ist ein Thema, welches nicht nur Automobilhersteller, sondern auch Datengiganten wie die Firma Google und Smartphone-Hersteller beschäftigt. Welche Möglichkeiten die Technik heute schon bietet und welche Trends in der näheren Zukunft beim vernetzten Auto zu erwarten sind, wird dieser kurze Artikel erläutern.

Wie sind Autos heute schon vernetzt?

Schon lange sind Autos regelmäßig mit Daten-Displays und Navi-Systemen ausgestattet. Relativ neu sind Anwendungen der Vernetzung, die es dem Autobenutzer ermöglichen, verschiedene Funktionen zu bedienen bzw. Informationen zu beziehen und abzugeben. So können Navigationssysteme bereits auf Echtzeit-Informationen zum Straßenverkehr zugreifen und so zum Beispiel Staus und Unfälle umgehen.

Die Internet-Verbindung ist Standard und so ersetzt auch das Internet-Radio immer mehr die Fahrzeugantenne. Emails und SMS können empfangen und versendet werden, wobei das Smartphone in die Technologie integriert wird. Der Fahrzeugstatus kann aus der Ferne überprüft werden, das Fahrzeugziel wird bald vom Smartphone aus eingegeben werden können.

Funktionen des Autos können aus der Ferne bedient werden: Zum Beispiel kann der Benutzer lange vor dem Einsteigen bereits Heizung und Klimaanlage eingeschaltet haben. Künftig wird die Vernetzung auch zunehmend Car to Car (d.h. Autos untereinander) und Car to X (d.h. zwischen dem Auto und seiner Umgebung) umfassen.

Damit ist bereits bei manchen Fahrzeugtypen eine Verbindung zwischen dem Auto bzw. seinem Benutzer und dem Fahrzeugservice des Herstellers enthalten. Fahrzeugprobleme können automatisch an die Werkstatt gesendet werden, so dass diese schnell und direkt reagieren kann.

Auch GPS-Empfänger sind Standard und dienen sowohl der Ortung wie der Orientierung des Fahrzeugsystems, vom reinen Ortungsdienst bis hin zum kompletten Flottenmanagement. Als Beispiel haben wir hier die GPS Flottenmanagement Lösung von Bornemann näher angesehen.

Mithilfe dieser modernen Technik lässt sich das Flottenmanagement eines Unternehmens in dem Sinne optimieren, dass Fahrzeuge besser eingesetzt und Ressourcen gespart werden können. Hier kann ein gutes GPS-System dazu beitragen, dass der Fuhrpark jederzeit genau nachverfolgt werden kann, mehrere Fahrzeuge und Routen aufeinander abgestimmt werden und  Abläufe im Betrieb entsprechend flüssiger funktionieren.

Trends der Zukunft

Doch sind all diese Dinge nur erste Schritte in Richtung eines vollständig vernetzten Autos. Dieses wird zukünftig mit dem Besitzer, dem Hersteller, dem Haus oder der Wohnung des Besitzers und eben weiteren Autos sowie der Umgebung vernetzt sein. Das Smarthome könnte zum Beispiel künftig dem Autofahrer melden, ob ein Fenster oder eine Tür im Haus offen gelassen wurde.

Im Rahmen des Car to X Ansatzes könnten Ampeln künftig melden, wenn sich ein Unfall dort ereignet hat. Routenberechnungen würden in Echtzeit die beste Fahrgeschwindigkeit und den besten Anfahrtsweg berechnen. Durch Car to Car würden Autos untereinander kommunizieren, d.h. Daten melden, so dass Staus komplett vermieden werden könnten oder vor Geisterfahrern gewarnt wird.
Daten würden untereinander ausgetauscht und in einer Cloud gespeichert.

Das interne Datensystem würde gleichzeitig Daten über den Fahrer und sein Verhalten aufnehmen und anhand der Auswertung auf ihn reagieren können: Zum Beispiel mit beruhigender Musik, wenn der Fahrer aufgeregt ist, Informationen zum Status des Autos wie zum Beispiel zur Laufleistung oder zum Servicebedarf, würden beständig erhoben und an den Fahrzeugservice gemeldet.

Die Vernetzung sowie Sensoren und Kameras in den Automobilen ermöglichen neue Funktionen wie den Querverkehrsassistenten von BMW. Dieser wertet Daten wie Geschwindigkeit und Bewegungsrichtung anderer Autos aus und kann anhand dieser berechnen, wann ein Unfall drohen könnte. Das System meldet dies dem Fahrer durch optische und akustische Signale. Somit entsteht ein hoher Sicherheitsaspekt, vor allem auch für LKW Fahrer.

Da Smartphones in die Vernetzung eingebunden sind, ist davon auszugehen, dass bald ein neuer Mobilfunkstandard wie LTE (Long Term Evolution) eingeführt wird. Und die Entwicklung bleibt nicht stehen: Künftig dürften Autos sich auch ohne den Fahrer im Verkehr bewegen können.

Vernetzung von Autos ist längst keine Zukunftsvision mehr!

Vernetzung von Autos ist längst keine Zukunftsvision mehr!

Erste Feldversuche haben die großen Autohersteller in Deutschland bereits unternommen. Google hat bereits im Silicon Valley eine eigenständig gesteuerte Fahrzeugflotte im Einsatz, welche bisher keinerlei Unfall verursacht hat. Nissan hat versprochen, bis 2020 ein selbstfahrendes Auto mit lasergesteuertem 300 Grad-Entfernungsmesser auf den Markt zu bringen.

Solche Autos könnten künftig  dank der Technologie eigenständig den besten Weg finden, eigenständig einen Parkplatz suchen, während der Benutzer bereits ausgestiegen ist, Informationen über Veränderungen der Verkehrslage teilen etc.

Zusammenfassung

Die Vernetzung von Automobilen ist ein Thema, welches auch in Zukunft mit Hochgeschwindigkeit vorangetrieben werden wird. Es ist davon auszugehen, dass die neuen Technologien vielfältige Vorteile mit sich bringen werden: Eine Reduzierung von Unfällen und Staus, die Möglichkeit der besseren Parkplatzsuche, die Reduktion von CO2-Emissionen durch intelligentes Fahrverhalten etc.

Einige Nachteile sollten allerdings nicht verschwiegen werden: Wie der Datenschutz gewährleistet werden soll, kann ebenso wie rechtliche Fragen der Haftung bei autark fahrenden Auto noch nicht abschließend beantwortet werden. Ebenso gab es bereits erfolgreich „Hack“-Versuche in Autosysteme, d.h. es konnten sich externe Hacker in die Technologie des Autos einloggen.

Zudem stellt sich die Frage, ob es so erstrebenswert ist, noch mehr Aufgaben komplett der Technologie zu überlassen, und so noch stärkere Abhängigkeit zu erzeugen.

In jedem Falle ist die Vernetzung von Automobilen Teil unserer Zukunft: Es wird an uns liegen, was wir daraus machen.

Bildquellen:

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